Rese?a "49 Arlington Gardens"
Nick Garrie: 49 Arlington Gardens
Leonard Cohen soll mal gesagt haben, er wünschte, er hätte einige von Nick Garries Songs geschrieben. Das sagt – vorausgesetzt man traut Cohens Urteil - einiges aus über die Qualitäten dieses Singer/Songwriters. Wir haben dieser Meinung jedenfalls wenig entgegenzusetzen. Nick Garrie macht Musik, die völlig unprätentiös auf klassische, eingängige Melodien setzt, die die Sozialisation ihres Autors mit den Filmmusiken der 70er-Jahre von sagen wir mal Francis Lai (mit dem er auch zusammen gearbeitet hat) schnell offenlegt.
Man muss, um „49 Arlington Gardens“ und seinen akustischen Folkpop schätzen zu lernen, nicht ins Jahr 1969 zurückgehen, als Garrie zusammen mit dem Produzenten Eddie Vartan das Album „The Nightmare Of J. B. Stanislas“ aufnahm, das schnell einen Kultstatus erhielt (und noch dieses Jahr ebenfalls bei Elefant wiederveröffentlicht werden soll). Man muss nur unvoreingenommen hinhören, und man wird sich diesen schmeichelnden, aber niemals kitschigen Liedern schwer entziehen können. Selbst wenn Garrie bei „Le Pont Mirabeau“ Apollinaire vertont, macht er das mit Leichtigkeit und beeindruckender Grandezza.
Tina Manske
Nick Garrie [Magazine titel]
foto: Archivo Elefant
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